Vergleich · Aktualisiert Oktober 2026

Hundesteuer 2026 in 68 Großstädten: Was der erste Hund, der zweite Hund und ein Listenhund kosten

Der erste Hund kostet in 68 geprüften deutschen Großstädten im Schnitt 125,29 € Hundesteuer im Jahr, der Median liegt bei 120 €. Am günstigsten ist Ingolstadt mit 65 €, am teuersten Mainz mit 186 €. 45 dieser Städte verlangen für gefährliche Hunde oder Listenhunde einen Sondersatz, im Median 720 €, in Nürnberg und Erlangen bis 1.056 €.

Ein Labrador an der Leine vor einem Rathaus in einer deutschen Stadt, Symbolbild zur Hundesteuer im Städtevergleich
Symbolbild (KI-generiert). Daten und Diagramme stammen aus den in diesem Report genannten Quellen.
120 €
Median der Hundesteuer für den ersten Hund in 68 Großstädten, Stand Oktober 2026
65 bis 186 €
Spanne für den ersten Hund: Ingolstadt am günstigsten, Mainz am teuersten
309,00 €
durchschnittliche Steuer für zwei Hunde in einem Haushalt
45 von 67
Großstädte mit belegter Regel verlangen einen Sondersatz für gefährliche Hunde
1.056 €
höchster Satz für einen Kampfhund, in Nürnberg und Erlangen

Von der dogeats.in-Redaktion · Veröffentlicht 2026-10-10 · Aktualisiert 2026-10-11 · Frei nutzbar mit Quellenangabe (CC BY 4.0)

Wichtigste Ergebnisse

  1. Der erste Hund kostet in 68 Großstädten im Mittel 125,29 € Hundesteuer im Jahr, der Median liegt bei 120 €.
  2. Mainz verlangt mit 186 € den höchsten Satz für den ersten Hund, gefolgt von Wiesbaden mit 180 € und Köln mit 174 €.
  3. Ingolstadt ist mit 65 € die günstigste Großstadt, danach folgen Regensburg mit 80 € und Augsburg mit 84 €.
  4. Wer zwei Hunde hält, zahlt im Schnitt 309,00 €, in Wuppertal aber 576 € und in Ingolstadt nur 149 €.
  5. 45 von 67 Großstädten mit belegter Regel erheben einen Sondersatz für gefährliche Hunde, im Median 720 € pro Jahr.
  6. Vier Städte verlangen 1.000 € oder mehr für einen gefährlichen Hund: Nürnberg und Erlangen mit je 1.056 €, Remscheid mit 1.020 € und Wuppertal mit 1.000 €.
  7. 22 Großstädte haben keinen Extrasatz für gefährliche Hunde, darunter Berlin, Köln, Leipzig, Dresden und Bremen.
  8. Die bayerischen Großstädte sind mit durchschnittlich 103,12 € für den ersten Hund am günstigsten, alle acht geprüften verlangen aber einen Kampfhundesatz.
  9. Mindestens neun Großstädte haben ihre Sätze seit Juli 2025 erhöht, drei weitere haben Erhöhungen für 2027 beschlossen.

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Wie hoch ist die Hundesteuer in den Großstädten?

Für den ersten Hund zahlen Halterinnen und Halter in 68 geprüften Großstädten im Schnitt 125,29 € im Jahr. Die Hälfte der Städte verlangt 120 € oder weniger. Gewichtet nach Einwohnerzahl liegt der Mittelwert bei 125,40 €.

Die Spanne ist groß. Ingolstadt nimmt 65 €, Mainz 186 € und damit fast das Dreifache. 17 Großstädte verlangen 150 € oder mehr, elf bleiben unter 100 €.

Wir haben für alle 80 Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern nach den amtlichen Sätzen gesucht. Für 68 Städte liegen die Werte aus der Hundesteuersatzung, einer Haushaltssatzung oder der Steuerseite der Stadt vor. In diesen Städten leben 24,5 Mio. Menschen.

Hundesteuer 2026: die 15 teuersten Großstädte, erster Hund pro Jahr

Quelle: Hundesteuersatzungen und Steuerseiten der Städte, Stand Oktober 2026. Auswertung dogeats.in.

Zahlen anzeigen
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Mainz186 €
Wiesbaden180 €
Köln174 €
Bochum168 €
Oberhausen168 €
Mülheim (Ruhr)160 €
Wuppertal160 €
Dortmund156 €
Essen156 €
Lübeck156 €
Remscheid156 €
Reutlingen156 €
Herne152 €
Bremen150 €
Hannover150 €
Diagramm einbetten
Hundesteuer 2026: die 15 günstigsten Großstädte, erster Hund pro Jahr

Quelle: Hundesteuersatzungen und Steuerseiten der Städte, Stand Oktober 2026. Auswertung dogeats.in.

Zahlen anzeigen
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Ingolstadt65 €
Regensburg80 €
Augsburg84 €
Bremerhaven90 €
Hamburg90 €
Hamm90 €
Kassel90 €
Offenbach90 €
Düsseldorf96 €
Leverkusen96 €
Neuss96 €
Chemnitz100 €
München100 €
Salzgitter100 €
Würzburg100 €
Diagramm einbetten
In Köln, Wiesbaden und Mainz kostet schon der erste Hund mehr als 170 € im Jahr. In Ingolstadt, Regensburg und Augsburg sind es weniger als 85 €.

Viele Städte erheben die Steuer gestaffelt. Bei 25 der 68 Städte steigt der Satz für alle Hunde eines Haushalts, sobald ein zweiter Hund dazukommt. Bei den übrigen 43 gilt der höhere Satz nur für den zweiten und jeden weiteren Hund.

Hundesteuer in Berlin, Hamburg, München und den anderen größten Städten

In den 19 geprüften Städten unter den 20 größten liegt der Satz für den ersten Hund im Schnitt bei 135,58 €. Für Bonn, Platz 19 nach Einwohnern, fehlt eine belegbare amtliche Angabe.

Berlin verlangt 120 € für den ersten und 180 € für jeden weiteren Hund. Hamburg nimmt 90 € je Hund, München derzeit 100 € je Hund. Köln hat den Satz zum 1. Januar 2026 von 156 € auf 174 € angehoben.

Frankfurt am Main verlangt 102 € je Hund, Düsseldorf 96 € für einen einzelnen Hund. Hannover liegt bei 150 €, Leipzig seit 2026 ebenfalls bei 150 €.

Hundesteuer 2026 in den 20 größten Städten, erster Hund pro Jahr (ohne Bonn)

Reihenfolge nach Satz. Bonn fehlt, weil die amtliche Angabe nicht abrufbar war. Quelle: Satzungen und Steuerseiten der Städte.

Zahlen anzeigen
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Köln174 €
Bochum168 €
Wuppertal160 €
Dortmund156 €
Essen156 €
Bremen150 €
Hannover150 €
Leipzig150 €
Bielefeld144 €
Mannheim144 €
Stuttgart144 €
Duisburg132 €
Nürnberg132 €
Berlin120 €
Dresden108 €
Frankfurt (Main)102 €
München100 €
Düsseldorf96 €
Hamburg90 €
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Alle 68 Großstädte: erster Hund, zweiter Hund und Listenhund

Die Tabelle zeigt den Satz für den ersten Hund, den Satz für den zweiten Hund und die Summe für zwei Hunde in einem Haushalt. Die letzte Spalte nennt den Satz für einen gefährlichen Hund oder Listenhund.

Wo die Satzung je Hund staffelt, steht in der Spalte zweiter Hund der Betrag, der dann für jeden der beiden Hunde gilt. Die Summe für zwei Hunde ist deshalb die verlässlichste Vergleichszahl.

Hundesteuer 2026 in 68 deutschen Großstädten: erster Hund, zweiter Hund, zwei Hunde gesamt und gefährlicher Hund (Euro pro Jahr)
Rang EinwohnerStadtBundeslandEinwohner 2024Erster Hund (€)Zweiter Hund (€)Zwei Hunde gesamt (€)Gefährlicher Hund (€)
1BerlinBerlin3.685.265120180300kein Extrasatz
2HamburgHamburg1.862.5659090180600
3MünchenBayern1.505.005100100200800
4KölnNordrhein-Westfalen1.024.621174174348kein Extrasatz
5Frankfurt (Main)Hessen756.021102102204900
6DüsseldorfNordrhein-Westfalen618.68596150300600
7StuttgartBaden-Württemberg612.663144288432816
8LeipzigSachsen611.850150150300kein Extrasatz
9DortmundNordrhein-Westfalen603.462156204408468
10BremenBremen586.271150150300kein Extrasatz
11EssenNordrhein-Westfalen574.682156216432852
12DresdenSachsen564.904108144252kein Extrasatz
13NürnbergBayern529.5081321322641.056
14HannoverNiedersachsen522.131150276426720
15DuisburgNordrhein-Westfalen502.270132168336kein Extrasatz
16BochumNordrhein-Westfalen358.676168192384kein Extrasatz
17WuppertalNordrhein-Westfalen358.1931602885761.000
18BielefeldNordrhein-Westfalen331.605144156312kein Extrasatz
20MannheimBaden-Württemberg318.035144288432744
21KarlsruheBaden-Württemberg309.050144144288kein Extrasatz
22MünsterNordrhein-Westfalen308.258120132264750
23AugsburgBayern301.10584120204840
24WiesbadenHessen288.850180180360kein Extrasatz
25GelsenkirchenNordrhein-Westfalen267.930129147294672
26MönchengladbachNordrhein-Westfalen267.213138165,60331,20720
27AachenNordrhein-Westfalen262.670120144288720
28BraunschweigNiedersachsen252.962120204324804
29KielSchleswig-Holstein252.668150225375kein Extrasatz
30ChemnitzSachsen245.618100135270750
32FreiburgBaden-Württemberg237.460120240360kein Extrasatz
33KrefeldNordrhein-Westfalen231.406112130260800
34Halle (Saale)Sachsen-Anhalt226.767120180300720
35MainzRheinland-Pfalz224.684186216402600
37LübeckSchleswig-Holstein216.889156156312684
38OberhausenNordrhein-Westfalen213.646168252504850
40KasselHessen197.23090120210kein Extrasatz
43SaarbrückenSaarland182.971120168288kein Extrasatz
44HammNordrhein-Westfalen179.96890124248696
46OldenburgNiedersachsen176.614108132240kein Extrasatz
47Mülheim (Ruhr)Nordrhein-Westfalen173.050160220440850
48LeverkusenNordrhein-Westfalen168.58196156252600
49DarmstadtHessen167.029120156276600
50OsnabrückNiedersachsen166.057120162282720
53HerneNordrhein-Westfalen155.851152188376250
54HeidelbergBaden-Württemberg155.756144288432600
55NeussNordrhein-Westfalen154.31796120240640
56RegensburgBayern151.38980120200480
57IngolstadtBayern141.1856584149677
58PforzheimBaden-Württemberg134.912120240360600
59WürzburgBayern133.258100100200400
60OffenbachHessen132.74690180270kein Extrasatz
61FürthBayern132.036132180312796
62HeilbronnBaden-Württemberg131.986110240350300
65GöttingenNiedersachsen127.259132240372744
66ReutlingenBaden-Württemberg118.852156312468936
67BremerhavenBremen118.61090120210kein Extrasatz
68BottropNordrhein-Westfalen118.535120144288350
69ErlangenBayern115.9281321683001.056
70RecklinghausenNordrhein-Westfalen115.344108124248nicht belegt
71RemscheidNordrhein-Westfalen113.8281562044081.020
73Bergisch GladbachNordrhein-Westfalen111.361120120240700
74JenaThüringen109.725102120222600
75SalzgitterNiedersachsen104.970100140240kein Extrasatz
76TrierRheinland-Pfalz104.342120168288kein Extrasatz
77SiegenNordrhein-Westfalen102.685108120240kein Extrasatz
78MoersNordrhein-Westfalen101.503120136,50273kein Extrasatz
79GüterslohNordrhein-Westfalen100.479120140280590
80KaiserslauternRheinland-Pfalz100.426120168288kein Extrasatz

Einwohnerzahlen: Destatis, Gemeindeverzeichnis, Stand 31. Dezember 2024 auf Basis des Zensus 2022. Für Recklinghausen nennt die Stadt keinen Satz für gefährliche Hunde, die Satzung war nicht abrufbar.

Zwei Hunde: Wo der Zweithund teuer wird

Zwei Hunde kosten in den 68 Städten im Schnitt 309,00 € Steuer im Jahr, der Median liegt bei 291 €. Das ist im Mittel das 2,46-Fache des Satzes für einen einzelnen Hund.

Nur zwölf Städte verlangen für den zweiten Hund denselben Betrag wie für den ersten. Dazu gehören Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Leipzig und Bremen. In den übrigen 56 Städten kostet der zweite Hund mehr.

Am teuersten wird es in Wuppertal. Dort gilt ab zwei Hunden für jeden Hund ein Satz von 288 €, zusammen 576 €. Ingolstadt verlangt für zwei Hunde 149 €.

Hundesteuer für zwei Hunde in einem Haushalt, die 15 teuersten Großstädte 2026

Summe der Jahressteuer für zwei normale Hunde. Quelle: Satzungen und Steuerseiten der Städte, Berechnung dogeats.in.

Zahlen anzeigen
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Wuppertal576 €
Oberhausen504 €
Reutlingen468 €
Mülheim (Ruhr)440 €
Essen432 €
Heidelberg432 €
Mannheim432 €
Stuttgart432 €
Hannover426 €
Dortmund408 €
Remscheid408 €
Mainz402 €
Bochum384 €
Herne376 €
Kiel375 €
Diagramm einbetten

Oberhausen verlangt für zwei Hunde 504 €, Reutlingen 468 € und Mülheim an der Ruhr 440 €. Stuttgart, Mannheim, Heidelberg und Essen liegen gleichauf bei 432 €.

Listenhunde und gefährliche Hunde: bis zu 1.056 € im Jahr

45 der 67 Großstädte, deren Regel wir belegen konnten, verlangen für gefährliche Hunde einen eigenen Satz. Er liegt im Schnitt bei 703,80 € und im Median bei 720 € im Jahr.

Nürnberg und Erlangen verlangen 1.056 € für einen Kampfhund ohne Negativzeugnis. Mit Negativzeugnis sind es 264 €. Remscheid nimmt 1.020 €, Wuppertal 1.000 €.

Im Median ist der Sondersatz 6,0-mal so hoch wie der Satz für den ersten Hund. In Ingolstadt beträgt das Verhältnis 10,4 zu 1, in Herne nur 1,6 zu 1.

Ein kräftiger Hund mit natürlichen Ohren an der Leine in einer deutschen Stadt, Symbolbild zur Steuer für gefährliche Hunde
In 45 von 67 Großstädten mit belegter Regel kostet ein Listenhund oder gefährlicher Hund deutlich mehr Steuer. Symbolbild (KI-generiert).
Steuer für gefährliche Hunde und Listenhunde 2026, die 20 teuersten Großstädte, erster Hund pro Jahr

Satz für den ersten gefährlichen Hund. Je nach Stadt nach Rasseliste oder nach Einzelfallprüfung. Quelle: Satzungen und Steuerseiten der Städte.

Zahlen anzeigen
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Erlangen1.056 €
Nürnberg1.056 €
Remscheid1.020 €
Wuppertal1.000 €
Reutlingen936 €
Frankfurt (Main)900 €
Essen852 €
Mülheim (Ruhr)850 €
Oberhausen850 €
Augsburg840 €
Stuttgart816 €
Braunschweig804 €
Krefeld800 €
München800 €
Fürth796 €
Chemnitz750 €
Münster750 €
Göttingen744 €
Mannheim744 €
Aachen720 €
Diagramm einbetten
Hundesteuer für gefährliche Hunde und Listenhunde in 45 Großstädten 2026 und Faktor gegenüber dem ersten Hund
StadtBundeslandErster Hund (€)Gefährlicher Hund (€)Faktor
ErlangenBayern1321.0568,0
NürnbergBayern1321.0568,0
RemscheidNordrhein-Westfalen1561.0206,5
WuppertalNordrhein-Westfalen1601.0006,2
ReutlingenBaden-Württemberg1569366,0
Frankfurt (Main)Hessen1029008,8
EssenNordrhein-Westfalen1568525,5
Mülheim (Ruhr)Nordrhein-Westfalen1608505,3
OberhausenNordrhein-Westfalen1688505,1
AugsburgBayern8484010,0
StuttgartBaden-Württemberg1448165,7
BraunschweigNiedersachsen1208046,7
KrefeldNordrhein-Westfalen1128007,1
MünchenBayern1008008,0
FürthBayern1327966,0
ChemnitzSachsen1007507,5
MünsterNordrhein-Westfalen1207506,2
GöttingenNiedersachsen1327445,6
MannheimBaden-Württemberg1447445,2
AachenNordrhein-Westfalen1207206,0
Halle (Saale)Sachsen-Anhalt1207206,0
HannoverNiedersachsen1507204,8
MönchengladbachNordrhein-Westfalen1387205,2
OsnabrückNiedersachsen1207206,0
Bergisch GladbachNordrhein-Westfalen1207005,8
HammNordrhein-Westfalen906967,7
LübeckSchleswig-Holstein1566844,4
IngolstadtBayern6567710,4
GelsenkirchenNordrhein-Westfalen1296725,2
NeussNordrhein-Westfalen966406,7
DarmstadtHessen1206005,0
DüsseldorfNordrhein-Westfalen966006,2
HamburgHamburg906006,7
HeidelbergBaden-Württemberg1446004,2
JenaThüringen1026005,9
LeverkusenNordrhein-Westfalen966006,2
MainzRheinland-Pfalz1866003,2
PforzheimBaden-Württemberg1206005,0
GüterslohNordrhein-Westfalen1205904,9
RegensburgBayern804806,0
DortmundNordrhein-Westfalen1564683,0
WürzburgBayern1004004,0
BottropNordrhein-Westfalen1203502,9
HeilbronnBaden-Württemberg1103002,7
HerneNordrhein-Westfalen1522501,6

Wer als gefährlich gilt, regeln die Städte unterschiedlich. In Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen knüpfen viele Satzungen an Rasselisten aus Landesrecht an. Hannover, Lübeck und Jena besteuern dagegen Hunde höher, deren Gefährlichkeit eine Behörde im Einzelfall festgestellt hat.

Häufig lässt sich der Sondersatz senken. Gütersloh verlangt nach bestandener Verhaltensprüfung 330 € statt 590 €. In Krefeld und Wuppertal gilt nach bestandener Verhaltensprüfung der normale Satz.

Welche Rassen in welchem Land als gefährlich gelten, zeigt unser Report zu Listenhunden nach Bundesland.

In diesen Großstädten gibt es keinen Extrasatz für Listenhunde

22 der 68 Städte kennen keinen gesonderten Steuersatz für gefährliche Hunde. Dort zahlt ein Listenhund dieselbe Steuer wie jeder andere Hund.

Dazu gehören die Hauptstadt Berlin mit 120 €, Köln mit 174 € und Wiesbaden mit 180 €. Bremen verlangt 150 € je Hund, Leipzig seit 2026 einheitlich 150 €.

  • Berlin (Berlin): 120 € für den ersten Hund
  • Köln (Nordrhein-Westfalen): 174 € für den ersten Hund
  • Leipzig (Sachsen): 150 € für den ersten Hund
  • Bremen (Bremen): 150 € für den ersten Hund
  • Dresden (Sachsen): 108 € für den ersten Hund
  • Duisburg (Nordrhein-Westfalen): 132 € für den ersten Hund
  • Bochum (Nordrhein-Westfalen): 168 € für den ersten Hund
  • Bielefeld (Nordrhein-Westfalen): 144 € für den ersten Hund
  • Karlsruhe (Baden-Württemberg): 144 € für den ersten Hund
  • Wiesbaden (Hessen): 180 € für den ersten Hund
  • Kiel (Schleswig-Holstein): 150 € für den ersten Hund
  • Freiburg (Baden-Württemberg): 120 € für den ersten Hund
  • Kassel (Hessen): 90 € für den ersten Hund
  • Saarbrücken (Saarland): 120 € für den ersten Hund
  • Oldenburg (Niedersachsen): 108 € für den ersten Hund
  • Offenbach (Hessen): 90 € für den ersten Hund
  • Bremerhaven (Bremen): 90 € für den ersten Hund
  • Salzgitter (Niedersachsen): 100 € für den ersten Hund
  • Trier (Rheinland-Pfalz): 120 € für den ersten Hund
  • Siegen (Nordrhein-Westfalen): 108 € für den ersten Hund
  • Moers (Nordrhein-Westfalen): 120 € für den ersten Hund
  • Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz): 120 € für den ersten Hund

Kein Extrasatz bedeutet nicht, dass Listenhunde steuerlich gleich behandelt werden. Duisburg, Moers und Wiesbaden schließen gefährliche Hunde oder Listenhunde von Steuerbefreiungen und Ermäßigungen aus. Die Haltung selbst regeln die Hundegesetze der Länder.

In Nordrhein-Westfalen verzichten sechs von 26 geprüften Großstädten auf den Sondersatz: Köln, Duisburg, Bochum, Bielefeld, Siegen und Moers.

Hundesteuer nach Bundesland und im Ost-West-Vergleich

Die Großstädte in Schleswig-Holstein verlangen im Schnitt 153 € für den ersten Hund, Kiel 150 € und Lübeck 156 €. Rheinland-Pfalz folgt mit 142 €, getrieben von Mainz mit 186 €.

Die acht bayerischen Großstädte liegen im Schnitt bei 103,12 €. Hamburg ist mit 90 € der günstigste Stadtstaat. Nordrhein-Westfalen stellt mit 26 Städten fast vier von zehn Werten, der Schnitt liegt dort bei 131,50 €.

Für Ostdeutschland ist die Basis klein. Von den neun ostdeutschen Großstädten ohne Berlin konnten wir fünf belegen: Leipzig, Dresden, Chemnitz, Halle (Saale) und Jena. Sie liegen im Schnitt bei 116 € für den ersten Hund, die 62 westdeutschen Städte bei 126,13 €.

Durchschnittliche Hundesteuer für den ersten Hund in den Großstädten je Bundesland 2026

Ungewichteter Mittelwert der geprüften Großstädte je Land. Ein bis 26 Städte je Land, siehe Tabelle. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ohne belegte Großstadt.

Zahlen anzeigen
Label€
Schleswig-Holstein153,00 €
Rheinland-Pfalz142,00 €
Baden-Württemberg135,25 €
Nordrhein-Westfalen131,50 €
Niedersachsen121,67 €
Berlin120,00 €
Bremen120,00 €
Sachsen-Anhalt120,00 €
Saarland120,00 €
Sachsen119,33 €
Hessen116,40 €
Bayern103,12 €
Thüringen102,00 €
Hamburg90,00 €
Diagramm einbetten
Hundesteuer 2026 in den Großstädten nach Bundesland: Mittelwert, Spanne und Städte mit Sondersatz
BundeslandStädteErster Hund Mittel (€)Minimum (€)Maximum (€)Zwei Hunde Mittel (€)Mit Sondersatz
Schleswig-Holstein2153,00150156343,501 von 2
Rheinland-Pfalz3142,00120186326,001 von 3
Baden-Württemberg8135,25110156390,256 von 8
Nordrhein-Westfalen26131,5090174329,6219 von 26
Niedersachsen6121,67100150314,004 von 6
Berlin1120,00120120300,000 von 1
Bremen2120,0090150255,000 von 2
Sachsen-Anhalt1120,00120120300,001 von 1
Saarland1120,00120120288,000 von 1
Sachsen3119,33100150274,001 von 3
Hessen5116,4090180264,002 von 5
Bayern8103,1265132228,628 von 8
Thüringen1102,00102102222,001 von 1
Hamburg190,009090180,001 von 1

Die Steuerstatistik bestätigt das Gefälle. Pro Einwohner nahmen die ostdeutschen Länder 2025 im Schnitt 4,49 € Hundesteuer ein, die westdeutschen Länder 5,37 € und Berlin 3,36 €. Die Zahlen stehen im Report zu den Einnahmen aus der Hundesteuer.

Erhöhungen 2025 bis 2027: Wo die Hundesteuer steigt

Mindestens neun der geprüften Großstädte haben ihre Sätze seit Juli 2025 angehoben oder neu geordnet. Leipzig hat die Steuer zum 1. Januar 2026 von 96 € auf einheitlich 150 € gesetzt. Der frühere Zweithundsatz von 192 € entfiel dafür.

Heidelberg hat die Sätze erstmals seit knapp 30 Jahren erhöht, von 108 € auf 144 € für den ersten Hund. Halle (Saale) erhöhte von 100 € auf 120 €, zuletzt war die Steuer dort 2010 gestiegen. In Neuss stieg der Satz für einen einzelnen Hund am 1. Juli 2026 von 79 € auf 96 €.

Stuttgart hob die Sätze zum 1. Januar 2026 erstmals seit 1997 an: 144 € statt 108 € für den ersten Hund, 816 € statt 612 € für einen gefährlichen Hund. Karlsruhe nimmt seit 2026 je Hund 144 € statt 132 €.

Für 2027 sind weitere Erhöhungen beschlossen. München hebt den Satz von 100 € auf 144 € an, für Kampfhunde von 800 € auf 1.200 €. Heilbronn verdoppelt den Satz für den ersten gefährlichen Hund von 300 € auf 600 €.

Hände öffnen einen Brief am Küchentisch, daneben liegt ein Mops im Körbchen, Symbolbild zum Hundesteuerbescheid
Mehrere Großstädte haben die Hundesteuer 2026 erhöht, weitere folgen 2027. Symbolbild (KI-generiert).
Erhöhungen der Hundesteuer in Großstädten 2025 bis 2027, alter und neuer Satz in Euro pro Jahr
StadtKategorieBisher (€)Neu (€)Gültig ab
Kölnerster Hund1561741. Januar 2026
Leipzigerster Hund961501. Januar 2026
Leipzigzweiter und weiterer Hund1921501. Januar 2026
Halle (Saale)erster Hund1001201. Januar 2026
Heidelbergerster Hund1081441. Januar 2026
Heidelbergweiterer Hund2162881. Januar 2026
Mannheimerster Hund108144Beschluss 20. Oktober 2025
Mannheimweiterer Hund216288Beschluss 20. Oktober 2025
MannheimKampfhund648744Beschluss 20. Oktober 2025
HeidelbergKampfhund, gefährlicher Hundkein Extrasatz6001. Januar 2026
Stuttgarterster Hund1081441. Januar 2026
Stuttgartweiterer Hund2162881. Januar 2026
Stuttgartgefährlicher Hund6128161. Januar 2026
Karlsruhejeder Hund1321441. Januar 2026
Göttingengefährlicher Hund6727441. Juli 2025
Neusserster Hund79961. Juli 2026
Münchenjeder Hund1001441. Januar 2027
MünchenKampfhund8001.2001. Januar 2027
Nürnbergerster Hund1321442027
Nürnbergweiterer Hund1321682027
Heilbronnerster Hund1101321. Januar 2027
Heilbronnweiterer Hund2402641. Januar 2027
Heilbronnerster gefährlicher Hund3006001. Januar 2027

In dieser Tabelle stehen nur Änderungen, die eine Stadt selbst veröffentlicht hat, mit altem und neuem Satz aus amtlicher Quelle.

Was die Hundesteuer im Budget eines Hundehalters ausmacht

Die Hundesteuer ist meist der kleinere Posten. Bei einem Median von 120 € sind das 10 € im Monat. Futter, Tierarzt und Haftpflichtversicherung kosten in der Regel deutlich mehr.

Die Steuer ist nicht zweckgebunden. Sie fließt in den allgemeinen Haushalt der Gemeinde und finanziert nicht automatisch Kotbeutel oder Hundewiesen. Nürnberg rechnet für 2026 mit rund 2,25 Mio. € Einnahmen aus der Hundesteuer.

Eine Rechnung mit allen Posten für das erste und jedes weitere Jahr steht im Report Was kostet ein Hund?. Pflichten zur Haftpflichtversicherung zeigt der Report zu den Hundegesetzen der Länder.

Ein Zweithund kostet in 56 von 68 Großstädten mehr Steuer als der erste. Wer zwei Hunde plant, sollte die Satzung seiner Stadt vorher lesen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Hundesteuer in Berlin?

Berlin verlangt 120 € im Jahr für den ersten Hund und 180 € für jeden weiteren Hund. Einen gesonderten Satz für gefährliche Hunde gibt es nicht. Zwei Hunde kosten in Berlin damit 300 € Steuer im Jahr.

Wie hoch ist die Hundesteuer in Hamburg und München?

Hamburg verlangt 90 € je Hund und 600 € für einen gefährlichen Hund. München nimmt 2026 noch 100 € je Hund und 800 € für einen Kampfhund. Ab 2027 steigen die Münchner Sätze auf 144 € und 1.200 €.

Welche Großstadt hat die höchste Hundesteuer?

Unter 68 geprüften Großstädten verlangt Mainz mit 186 € den höchsten Satz für den ersten Hund. Wiesbaden folgt mit 180 €, Köln mit 174 €. Für zwei Hunde ist Wuppertal mit 576 € am teuersten.

Wo ist die Hundesteuer am niedrigsten?

Ingolstadt verlangt mit 65 € für den ersten Hund den niedrigsten Satz der geprüften Großstädte. Regensburg nimmt 80 €, Augsburg 84 €. Hamburg, Hamm, Kassel, Offenbach und Bremerhaven liegen bei 90 €.

Wie viel Hundesteuer zahlt man für einen Listenhund?

In 45 von 67 Großstädten mit belegter Regel gilt ein Sondersatz, im Median 720 € im Jahr. Nürnberg und Erlangen verlangen 1.056 €, Herne nur 250 €. In 22 Großstädten zahlt ein Listenhund den normalen Satz.

Muss man für den zweiten Hund mehr Hundesteuer zahlen?

In 56 von 68 Großstädten ja. Zwei Hunde kosten dort im Schnitt das 2,46-Fache eines einzelnen Hundes. Nur zwölf Städte, darunter Hamburg, Köln und Frankfurt am Main, verlangen für jeden Hund denselben Betrag.

Wofür wird die Hundesteuer verwendet?

Die Hundesteuer ist eine kommunale Aufwandsteuer ohne Zweckbindung. Das Geld fließt in den allgemeinen Haushalt der Stadt. Bundesweit brachte sie 2025 rund 429,7 Mio. € ein.

Kann man die Hundesteuer für einen gefährlichen Hund senken?

In vielen Städten ja. Nach bestandener Verhaltensprüfung gilt etwa in Krefeld und Wuppertal der normale Satz. Gütersloh senkt den Satz von 590 € auf 330 €, Nürnberg von 1.056 € auf 264 € mit Negativzeugnis.

Methodik und Einschränkungen

Grundlage ist die Liste aller 80 deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern am 31. Dezember 2024 aus dem Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamts. Für jede Stadt haben wir die geltende Hundesteuersatzung, die Haushaltssatzung oder die Steuerseite der Stadt geöffnet und die Sätze für den ersten Hund, den zweiten Hund und gefährliche Hunde übernommen. Die URL jeder Quelle ist in unserem Datensatz hinterlegt.

Stichtag ist der 10. Oktober 2026. Beschlossene Erhöhungen für 2027 sind gesondert ausgewiesen und nicht in die Mittelwerte eingerechnet. Die Summe für zwei Hunde berechnen wir je nach Satzung als erster plus zweiter Hund oder als zweimal der Satz je Hund bei zwei Hunden. Gibt eine Stadt für gefährliche Hunde mehrere Sätze an, nennen wir den Satz für den ersten gefährlichen Hund. Braunschweig nennen wir mit 804 € für ab 2021 angeschaffte gefährliche Hunde.

Mittelwerte sind ungewichtet, außer wo ausdrücklich nach Einwohnern gewichtet. Ermäßigungen, Befreiungen und Zwingersteuern sind nicht berücksichtigt. Für 12 Großstädte fehlen Werte: Bonn, Magdeburg, Erfurt, Rostock, Hagen, Potsdam, Ludwigshafen am Rhein, Solingen, Paderborn, Ulm, Wolfsburg und Koblenz. Deren amtliche Seiten waren bei unserer Prüfung nicht abrufbar oder nannten keinen eindeutigen Stand.

Einschränkungen. Hundesteuersätze ändern sich häufig zum Jahreswechsel, manche Städte legen sie in der jährlichen Haushaltssatzung fest. Einige Steuerseiten und Satzungsfassungen sind älter als der Stichtag, etwa in Pforzheim, wo eine Erhöhung angekündigt, aber noch nicht beziffert ist, und in Oldenburg mit einer Lesefassung von 2011. Für Mainz liegt amtlich nur die Haushaltssatzung 2025 vor, wir nehmen an, dass ihre Sätze 2026 fortgelten. In Fürth nennt die Stadt 796 € als Sechsfaches des Grundsatzes, rechnerisch wären es 792 €. Maßgeblich ist immer der Steuerbescheid der Stadt. Ostdeutschland ist mit fünf Städten unterrepräsentiert.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt (Destatis): Städte nach Fläche, Bevölkerung und Bevölkerungsdichte am 31.12.2024, Liste und Einwohnerzahlen der 80 Großstädte
  2. Senatsverwaltung für Finanzen Berlin: FAQ Hundesteuer, Hundesteuer Berlin: 120 € erster Hund, 180 € jeder weitere
  3. Landeshauptstadt München: Hund anmelden, Hundesteuer (mit Hundesteuersatzung, Änderung vom 12.08.2026), München 100 € je Hund, 800 € Kampfhund; ab 1.1.2027 144 € und 1.200 €
  4. Außerdem herangezogen: Stadt Köln: Hundesteuersatzung vom 17.12.2025, Freie und Hansestadt Hamburg: Ermäßigung der Hundesteuer beantragen, Destatis: Einnahmen aus Hundesteuer stagnieren 2025 auf hohem Niveau (7.10.2026), Destatis GENESIS 71211-0101: Steuereinnahmen nach Bundesländern, Stadt Nürnberg: Hundesteuer, Stadt Erlangen: Hundesteuersatzung i.d.F. vom 25.09.2025, Stadt Heilbronn: Stadt erhöht nach Jahren die Hundesteuer (8.4.2026), Frankfurt (Main): https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/kassen--und-steueramt/kommunale-steuern-gebuehren-und-beitraege/hundesteuer, Düsseldorf: https://www.duesseldorf.de/steueramt/hundesteuer, Stuttgart: https://www.stuttgart.de/medien/ibs/merkblatt_allgemeine-informationen-2026.pdf, Leipzig: https://leipzig.de/buergerservice-und-verwaltung/aemter-und-behoerdengaenge/satzungen/details/satzung/2-03/download, Dortmund: 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120 € Median der Hundesteuer für den ersten Hund in 68 Großstädten, Stand Oktober 2026
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