Datenreport · Aktualisiert Oktober 2026

Einnahmen aus der Hundesteuer: 429,7 Millionen Euro im Jahr 2025, die Zahlen nach Bundesland

Städte und Gemeinden haben 2025 rund 429,7 Mio. € Hundesteuer eingenommen, 0,1 % weniger als im Rekordjahr 2024 mit 429,9 Mio. €. Seit 2013 sind die Einnahmen um 43,8 % gestiegen, das sind 5,15 € pro Einwohner. Nordrhein-Westfalen nimmt pro Kopf mit 7,15 € am meisten ein, Hamburg mit 3,01 € am wenigsten.

Ein Border Collie sitzt vor einem Schalter in einem Amtsgebäude, auf dem Tisch liegt eine Hundemarke, Symbolbild zur Hundesteuer
Symbolbild (KI-generiert). Daten und Diagramme stammen aus den in diesem Report genannten Quellen.
429,7 Mio. €
Einnahmen der Gemeinden aus der Hundesteuer im Jahr 2025 (Destatis)
+43,8 %
Anstieg der Hundesteuer-Einnahmen von 2013 bis 2025
5,15 €
Hundesteuer pro Einwohner im Jahr 2025, nach 3,70 € im Jahr 2013
7,15 €
Einnahmen pro Kopf in Nordrhein-Westfalen 2025, höchster Wert aller Länder
rund 43 €
Einnahmen je Hund 2025, gerechnet mit 10,0 Mio. Hunden laut IVH/ZZF-Befragung

Von der dogeats.in-Redaktion · Veröffentlicht 2026-10-10 · Aktualisiert 2026-10-11 · Frei nutzbar mit Quellenangabe (CC BY 4.0)

Wichtigste Ergebnisse

  1. Die Gemeinden nahmen 2025 rund 429,7 Mio. € Hundesteuer ein, 0,06 % weniger als 2024 mit 429,9 Mio. €.
  2. Es ist der erste Rückgang in der Destatis-Reihe seit 2013, nach zwölf Jahren mit Zuwachs.
  3. Von 2013 bis 2025 stiegen die Einnahmen um 43,8 %, im Schnitt um 3,07 % pro Jahr.
  4. Pro Einwohner brachte die Hundesteuer 2025 bundesweit 5,15 €, im Jahr 2013 waren es 3,70 €.
  5. Nordrhein-Westfalen nahm 2025 128,6 Mio. € ein, fast 30 % des Bundesaufkommens bei 21,5 % der Bevölkerung.
  6. Pro Kopf liegen Nordrhein-Westfalen mit 7,15 € und Schleswig-Holstein mit 6,93 € vorn, Bayern mit 3,07 € und Hamburg mit 3,01 € hinten.
  7. Die ostdeutschen Flächenländer nahmen 2025 pro Kopf 4,49 € ein, die westdeutschen Länder ohne Berlin 5,37 €.
  8. Im ersten Halbjahr 2026 kamen 271,9 Mio. € herein, 1,94 % mehr als im ersten Halbjahr 2025.
  9. Je Hund gerechnet stiegen die Einnahmen von 37,93 € im Jahr 2017 auf 42,97 € im Jahr 2025, weil die Hundezahl laut IVH/ZZF zuletzt sank.

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Wichtigste Ergebnisse: Einnahmen aus der Hundesteuer: 429,7 Millionen Euro im Jahr 2025, die Zahlen nach Bundesland
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Wie viel Hundesteuer nehmen die Gemeinden ein?

Die Hundesteuer brachte den Städten und Gemeinden 2025 rund 429,7 Mio. €. Das sind 0,06 % weniger als 2024, als mit 429,9 Mio. € ein Höchstwert erreicht wurde. Das Statistische Bundesamt spricht von einer Stagnation auf hohem Niveau.

Die Destatis-Reihe in der Datenbank GENESIS beginnt für die Hundesteuer im Jahr 2013 mit 298,9 Mio. €. Bis 2024 stiegen die Einnahmen in jedem Jahr. Die größten Sprünge gab es 2021 mit 5,40 % und 2015 mit 4,31 %.

Im Zehnjahresvergleich meldet Destatis für 2025 ein Plus von 33,4 % gegenüber 2015, als die Gemeinden 322,0 Mio. € einnahmen. Über die ganze Reihe von 2013 bis 2025 sind es 43,8 %.

Einnahmen aus der Hundesteuer in Deutschland 2013 bis 2025 in Mio. Euro
Einnahmen aus der Hundesteuer in Deutschland 2013 bis 2025 in Mio. Euro2013: 298,9 Mio. €; 2014: 308,7 Mio. €; 2015: 322,0 Mio. €; 2016: 335,9 Mio. €; 2017: 348,9 Mio. €; 2018: 359,4 Mio. €; 2019: 370,0 Mio. €; 2020: 380,2 Mio. €; 2021: 400,7 Mio. €; 2022: 413,9 Mio. €; 2023: 420,6 Mio. €; 2024: 429,9 Mio. €; 2025: 429,7 Mio. €02004006002013298,9 Mio. €2014308,7 Mio. €2015322,0 Mio. €2016335,9 Mio. €2017348,9 Mio. €2018359,4 Mio. €2019370,0 Mio. €2020380,2 Mio. €2021400,7 Mio. €2022413,9 Mio. €2023420,6 Mio. €2024429,9 Mio. €2025429,7 Mio. €Mio. €

Quelle: Statistisches Bundesamt, GENESIS-Tabelle 71211-0001, Steuereinnahmen vor der Steuerverteilung, Stand 21. September 2026.

Zahlen anzeigen
LabelMio. €
2013298,9 Mio. €
2014308,7 Mio. €
2015322,0 Mio. €
2016335,9 Mio. €
2017348,9 Mio. €
2018359,4 Mio. €
2019370,0 Mio. €
2020380,2 Mio. €
2021400,7 Mio. €
2022413,9 Mio. €
2023420,6 Mio. €
2024429,9 Mio. €
2025429,7 Mio. €
Diagramm einbetten
Hundesteuer-Einnahmen: Veränderung gegenüber dem Vorjahr 2014 bis 2025 in Prozent
Hundesteuer-Einnahmen: Veränderung gegenüber dem Vorjahr 2014 bis 2025 in Prozent2014: +3,29 %; 2015: +4,31 %; 2016: +4,30 %; 2017: +3,89 %; 2018: +3,01 %; 2019: +2,95 %; 2020: +2,73 %; 2021: +5,40 %; 2022: +3,29 %; 2023: +1,63 %; 2024: +2,22 %; 2025: -0,06 %02462014+3,29 %2015+4,31 %2016+4,30 %2017+3,89 %2018+3,01 %2019+2,95 %2020+2,73 %2021+5,40 %2022+3,29 %2023+1,63 %2024+2,22 %2025-0,06 %%

Berechnet aus GENESIS 71211-0001.

Zahlen anzeigen
Label%
2014+3,29 %
2015+4,31 %
2016+4,30 %
2017+3,89 %
2018+3,01 %
2019+2,95 %
2020+2,73 %
2021+5,40 %
2022+3,29 %
2023+1,63 %
2024+2,22 %
2025-0,06 %
Diagramm einbetten

Steigende Einnahmen bedeuten nicht automatisch mehr Hunde. Darauf weist auch Destatis hin. Viele Gemeinden haben ihre Sätze erhöht, allein neun Großstädte seit Juli 2025. Die Hundezahl ist laut Branchenbefragung seit 2020 gesunken.

Welchen Anteil hat die Hundesteuer an den Steuereinnahmen?

Gemessen an allen Steuern ist die Hundesteuer klein. 2025 machte sie 0,0434 % der gesamten Steuereinnahmen von 989,8 Mrd. € aus. An den Gemeindesteuern von 94,5 Mrd. € hatte sie einen Anteil von 0,455 %.

Der Anteil an den Gemeindesteuern sinkt seit Jahren, weil Gewerbesteuer und Grundsteuer schneller wachsen. 2013 lag er bei 0,529 %. Nur 2020 sprang er auf 0,620 %, weil die Gewerbesteuer im Corona-Jahr einbrach.

Der Bund der Steuerzahler kommt für 2023 auf rund 0,3 % des kommunalen Steueraufkommens. Er rechnet mit 143,5 Mrd. € und bezieht damit auch die Gemeindeanteile an Einkommen- und Umsatzsteuer ein. Mit den reinen Gemeindesteuern laut Destatis ergeben sich für 2023 0,456 %.

Hundesteuer in Deutschland 2013 bis 2025: Einnahmen, Veränderung zum Vorjahr und Anteil an Gemeindesteuern und allen Steuern
JahrEinnahmen (Mio. €)Veränderung zum VorjahrAnteil an Gemeindesteuern (%)Anteil an allen Steuern (%)
2013298,9keine Angabe0,5290,0482
2014308,7+3,29 %0,5350,0480
2015322,0+4,31 %0,5330,0478
2016335,9+4,30 %0,5140,0476
2017348,9+3,89 %0,5090,0475
2018359,4+3,01 %0,5010,0463
2019370,0+2,95 %0,5170,0463
2020380,2+2,73 %0,6200,0514
2021400,7+5,40 %0,5190,0481
2022413,9+3,29 %0,4750,0462
2023420,6+1,63 %0,4560,0459
2024429,9+2,22 %0,4610,0454
2025429,7-0,06 %0,4550,0434

Hundesteuer pro Einwohner nach Bundesland

Bundesweit brachte die Hundesteuer 2025 pro Einwohner 5,15 €. Die Länder liegen weit auseinander. In Nordrhein-Westfalen waren es 7,15 €, in Hamburg 3,01 €.

Nach Nordrhein-Westfalen folgen Schleswig-Holstein mit 6,93 € und Sachsen-Anhalt mit 6,05 €. Am unteren Ende stehen Sachsen mit 3,55 €, Berlin mit 3,36 €, Bayern mit 3,07 € und Hamburg.

Nordrhein-Westfalen nahm 2025 allein 128,6 Mio. € ein. Das sind 29,9 % des Bundesaufkommens, obwohl dort 21,5 % der Bevölkerung leben. Bayern hat 15,9 % der Einwohner, aber nur 9,5 % der Hundesteuer.

Eine Person führt drei Hunde an der Leine an einem Kanal in einer deutschen Stadt entlang, Symbolbild zur Hundesteuer nach Bundesland
Pro Kopf nehmen die Gemeinden in Nordrhein-Westfalen mehr als doppelt so viel Hundesteuer ein wie in Hamburg. Symbolbild (KI-generiert).
Hundesteuer pro Einwohner nach Bundesland 2025 in Euro

Einnahmen 2025 (GENESIS 71211-0101) geteilt durch Bevölkerung am 31.12.2025 (GENESIS 12411-0010). Grün: ostdeutsche Flächenländer, dunkel: Stadtstaaten.

Zahlen anzeigen
Label€
Nordrhein-Westfalen7,15 €
Schleswig-Holstein6,93 €
Sachsen-Anhalt6,05 €
Niedersachsen5,83 €
Rheinland-Pfalz5,54 €
Saarland5,39 €
Baden-Württemberg5,10 €
Hessen4,95 €
Mecklenburg-Vorpommern4,80 €
Thüringen4,52 €
Brandenburg4,46 €
Bremen4,36 €
Sachsen3,55 €
Berlin3,36 €
Bayern3,07 €
Hamburg3,01 €
Diagramm einbetten
Hundesteuer-Einnahmen nach Bundesland 2013, 2024 und 2025, pro Einwohner und Anteil am Bund
Bundesland2013 (Mio. €)2024 (Mio. €)2025 (Mio. €)Pro Einwohner 2025 (€)Veränderung 2013 bis 2025Veränderung 2024 bis 2025Anteil am Bund 2025 (%)
Nordrhein-Westfalen95,9129,6128,67,15+34,2 %-0,76 %29,9
Schleswig-Holstein13,320,120,56,93+53,9 %+2,10 %4,8
Sachsen-Anhalt8,412,812,86,05+52,8 %+0,22 %3,0
Niedersachsen33,546,446,65,83+39,3 %+0,48 %10,9
Rheinland-Pfalz15,923,022,95,54+44,0 %-0,47 %5,3
Saarland4,05,65,45,39+34,1 %-2,64 %1,3
Baden-Württemberg37,156,957,35,10+54,6 %+0,76 %13,3
Hessen19,631,031,14,95+58,5 %+0,36 %7,2
Mecklenburg-Vorpommern5,37,57,64,80+43,6 %+0,13 %1,8
Thüringen6,89,49,44,52+37,8 %+0,35 %2,2
Brandenburg8,311,011,44,46+37,8 %+3,23 %2,7
Bremen1,82,93,14,36+74,6 %+6,16 %0,7
Sachsen9,614,214,33,55+49,3 %+0,37 %3,3
Berlin10,712,812,43,36+16,0 %-2,71 %2,9
Bayern25,441,240,63,07+60,1 %-1,32 %9,5
Hamburg3,45,65,63,01+64,8 %+0,23 %1,3

Das Gefälle hat zwei Ursachen. Die Sätze unterscheiden sich, wie unser Vergleich der Großstädte zeigt: Bayerische Großstädte verlangen im Schnitt 103,12 € für den ersten Hund, Großstädte in Nordrhein-Westfalen 131,50 €. Dazu kommt, wie viele Hunde je Einwohner gehalten und angemeldet werden. Dafür gibt es keine amtliche Länderstatistik.

Ost und West: Wo die Einnahmen am stärksten wachsen

Die fünf ostdeutschen Flächenländer nahmen 2025 pro Kopf 4,49 € Hundesteuer ein. In den zehn westdeutschen Ländern ohne Berlin waren es 5,37 €. Berlin liegt mit 3,36 € deutlich darunter.

Beim Wachstum seit 2013 führt Bremen mit 74,6 %, gefolgt von Hamburg mit 64,8 % und Bayern mit 60,1 %. Berlin hat mit 16,0 % den geringsten Zuwachs. Dort lagen die Einnahmen 2021 bei 13,6 Mio. € und 2025 bei 12,4 Mio. €.

Im Jahr 2025 gingen die Einnahmen in fünf Ländern zurück. Berlin verlor 2,71 %, das Saarland 2,64 % und Bayern 1,32 %. In Nordrhein-Westfalen waren es 0,76 %, in Rheinland-Pfalz 0,47 %. Bremen legte mit 6,16 % am stärksten zu.

Wachstum der Hundesteuer-Einnahmen 2013 bis 2025 nach Bundesland in Prozent

Berechnet aus GENESIS 71211-0101. Grün: ostdeutsche Flächenländer, dunkel: Stadtstaaten.

Zahlen anzeigen
Label%
Bremen+74,6 %
Hamburg+64,8 %
Bayern+60,1 %
Hessen+58,5 %
Baden-Württemberg+54,6 %
Schleswig-Holstein+53,9 %
Sachsen-Anhalt+52,8 %
Sachsen+49,3 %
Rheinland-Pfalz+44,0 %
Mecklenburg-Vorpommern+43,6 %
Niedersachsen+39,3 %
Brandenburg+37,8 %
Thüringen+37,8 %
Nordrhein-Westfalen+34,2 %
Saarland+34,1 %
Berlin+16,0 %
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Ein Teil des Gefälles hat mit der Bevölkerung zu tun. Sachsen-Anhalt und Thüringen haben seit 2013 Einwohner verloren, ihre Hundesteuer stieg trotzdem um 52,8 % und 37,8 %. Pro Kopf kommt Sachsen-Anhalt damit auf den dritthöchsten Wert aller Länder.

Hundesteuer je Hund: was ein Vergleich mit der Hundezahl zeigt

Eine amtliche Zahl aller Hunde in Deutschland gibt es nicht. Die gängige Schätzung stammt aus einer repräsentativen Befragung von 5.000 Haushalten im Auftrag der Branchenverbände IVH und ZZF. Für 2025 ergibt sie 10,0 Mio. Hunde in 20 % der Haushalte.

Teilt man die Steuereinnahmen durch diese Zahl, kommen 2025 rund 42,97 € je Hund heraus. 2017 waren es 37,93 € bei 9,2 Mio. Hunden. Der Wert ist eine grobe Rechengröße und keine Steuer pro Hund.

Die Rechnung hat Grenzen. Nicht jeder Hund ist angemeldet, Diensthunde, Assistenzhunde und viele Tierheimhunde sind befreit, und Sozialleistungsbezieher zahlen oft ermäßigt. Die Befragung selbst hat eine statistische Unsicherheit.

Hundesteuer-Einnahmen je Hund 2017 bis 2025 in Euro (Rechengröße)
Hundesteuer-Einnahmen je Hund 2017 bis 2025 in Euro (Rechengröße)2017: 37,93 €; 2018: 38,24 €; 2019: 36,64 €; 2020: 35,53 €; 2021: 38,90 €; 2022: 39,04 €; 2023: 40,06 €; 2024: 40,95 €; 2025: 42,97 €0204060201737,93 €20182019202035,53 €2021202220232024202542,97 €€

Einnahmen laut Destatis geteilt durch die Hundezahl laut IVH/ZZF-Haushaltsbefragung (Branchenangabe). Schätzwert, keine amtliche Statistik.

Zahlen anzeigen
Label€
201737,93 €
201838,24 €
201936,64 €
202035,53 €
202138,90 €
202239,04 €
202340,06 €
202440,95 €
202542,97 €
Diagramm einbetten
Hundezahl laut IVH/ZZF und Hundesteuer-Einnahmen laut Destatis 2017 bis 2025
JahrHunde (Mio., IVH/ZZF)Hundesteuer (Mio. €)Einnahmen je Hund (€)Haushalte mit Hund
20179,2348,937,9318 %
20189,4359,438,2419 %
201910,1370,036,6420 %
202010,7380,235,5321 %
202110,3400,738,9021 %
202210,6413,939,0421 %
202310,5420,640,0621 %
202410,5429,940,9521 %
202510,0429,742,9720 %

Zwischen 2020 und 2025 sank die Hundezahl laut IVH/ZZF von 10,7 Mio. auf 10,0 Mio., die Einnahmen stiegen in derselben Zeit um 13,0 %. Das spricht dafür, dass höhere Sätze und Kontrollen das Wachstum tragen, nicht mehr Hunde.

Wie viele Hunde es in Deutschland gibt und welche Rassen beliebt sind, zeigt unser Report Hunde in Deutschland.

Hundesteuer 2026: das erste Halbjahr

Für 2026 liegen die ersten zwei Quartale vor. Von Januar bis Juni nahmen die Gemeinden 271,9 Mio. € ein, 1,94 % mehr als im ersten Halbjahr 2025 mit 266,7 Mio. €.

Das erste Quartal ist das wichtigste. 2025 kamen 40,1 % der Jahreseinnahmen im ersten Quartal herein, im vierten Quartal nur 11,5 %.

Im ersten Quartal 2026 stiegen die Einnahmen um 3,48 % auf 178,4 Mio. €, im zweiten sanken sie um 0,87 % auf 93,5 Mio. €. Ein Teil der Erhöhungen zum Jahresbeginn 2026, etwa in Köln, Stuttgart, Leipzig und Heidelberg, dürfte darin stecken.

Hundesteuer-Einnahmen 2025 nach Quartalen in Mio. Euro
Hundesteuer-Einnahmen 2025 nach Quartalen in Mio. Euro1. Quartal: 172,4 Mio. €; 2. Quartal: 94,3 Mio. €; 3. Quartal: 113,6 Mio. €; 4. Quartal: 49,4 Mio. €0501001502001. Quartal172,4 Mio. €2. Quartal94,3 Mio. €3. Quartal113,6 Mio. €4. Quartal49,4 Mio. €Mio. €

Quelle: Destatis GENESIS 71211-0003.

Zahlen anzeigen
LabelMio. €
1. Quartal172,4 Mio. €
2. Quartal94,3 Mio. €
3. Quartal113,6 Mio. €
4. Quartal49,4 Mio. €
Diagramm einbetten
Hundesteuer-Einnahmen nach Quartalen 2019 bis 2026 in Mio. Euro
Jahr1. Quartal2. Quartal3. Quartal4. QuartalSumme
2019141,480,6101,446,6370,0
2020146,383,1102,048,8380,2
2021158,587,6104,849,7400,7
2022166,189,1108,550,2413,9
2023169,292,2109,349,9420,6
2024172,692,8114,050,6429,9
2025172,494,3113,649,4429,7
2026178,493,5noch nicht veröffentlichtnoch nicht veröffentlicht271,9 (Halbjahr)

Hundesteuer im Vergleich mit dem Hundefutter-Markt

Hundehalter geben für Futter ein Vielfaches der Steuer aus. Allein der stationäre Handel setzte 2025 laut IVH und ZZF 1.753 Mio. € mit Hundefutter um. Das ist das 4,08-Fache der Hundesteuer, und der Onlinehandel ist darin nicht enthalten.

Mit Hundezubehör wie Leinen und Körben setzte der stationäre Handel 2025 weitere 200 Mio. € um, 6,5 % weniger als im Vorjahr. Die Hundesteuer liegt damit etwa doppelt so hoch wie der Umsatz mit Hundezubehör im Laden.

Was ein Hund insgesamt kostet, rechnet unser Report Was kostet ein Hund? mit Steuer, Versicherung, Tierarzt und Futter vor.

Hundesteuer und Umsatz mit Hundefutter im stationären Handel 2017 bis 2025 in Mio. Euro
JahrHundesteuer (Mio. €)Hundefutter stationär (Mio. €)Hundezubehör stationär (Mio. €)Futter je Euro Steuer
2017348,91.3841923,97
2018359,41.4462024,02
2019370,01.5072154,07
2020380,21.5672254,12
2021400,71.6772404,19
2022413,91.8072294,37
2023420,61.9722254,69
2024429,91.7592144,09
2025429,71.7532004,08

Die Umsatzzahlen der Verbände beruhen auf Angaben ihrer Mitgliedsunternehmen zu Endverbraucherpreisen. Die Werte einzelner Jahre wurden teils nachträglich angepasst, deshalb passen Vorjahresvergleiche nicht immer exakt zur Vorjahresausgabe.

Den Onlinehandel mit Heimtierbedarf schätzen IVH und ZZF für 2025 auf rund 1.521 Mio. €, 0,6 % mehr als im Vorjahr. Eine Aufteilung nach Tierarten gibt es dafür nicht.

Häufige Fragen

Wie viel Hundesteuer nimmt Deutschland ein?

Die Gemeinden nahmen 2025 rund 429,7 Mio. € Hundesteuer ein. Das waren 0,1 % weniger als 2024 mit 429,9 Mio. €, dem bisherigen Höchstwert. 2013 lagen die Einnahmen bei 298,9 Mio. €.

Wer bekommt die Hundesteuer?

Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer. Jede Stadt oder Gemeinde legt die Sätze in einer eigenen Satzung fest und behält die Einnahmen. Eine Zweckbindung, etwa für Hundewiesen oder Kotbeutel, gibt es nicht.

In welchem Bundesland bringt die Hundesteuer am meisten ein?

Absolut und pro Kopf liegt Nordrhein-Westfalen vorn. Die Gemeinden dort nahmen 2025 128,6 Mio. € ein, 7,15 € pro Einwohner. Am wenigsten pro Kopf nahmen Hamburg mit 3,01 € und Bayern mit 3,07 € ein.

Wie viel Hundesteuer zahlt jeder Einwohner im Schnitt?

Rechnerisch brachte die Hundesteuer 2025 bundesweit 5,15 € pro Einwohner. Im Jahr 2013 waren es 3,70 €. Gezahlt wird die Steuer natürlich nur von Haushalten mit Hund.

Steigen die Einnahmen, weil es mehr Hunde gibt?

Nicht unbedingt. Laut IVH/ZZF-Befragung sank die Hundezahl von 10,7 Mio. im Jahr 2020 auf 10,0 Mio. im Jahr 2025. Die Einnahmen stiegen im selben Zeitraum um 13,0 %, vor allem durch höhere Sätze.

Wie groß ist der Anteil der Hundesteuer an allen Steuern?

Die Hundesteuer machte 2025 0,0434 % aller Steuereinnahmen von 989,8 Mrd. € aus. An den Gemeindesteuern hatte sie einen Anteil von 0,455 %. Der Anteil sinkt seit Jahren.

Wie entwickeln sich die Einnahmen 2026?

Im ersten Halbjahr 2026 nahmen die Gemeinden 271,9 Mio. € ein, 1,94 % mehr als im ersten Halbjahr 2025. Das erste Quartal legte um 3,48 % zu, das zweite sank um 0,87 %.

Methodik und Einschränkungen

Die Einnahmen stammen aus der Statistik über das Steueraufkommen des Statistischen Bundesamts, GENESIS-Tabellen 71211-0001 (Deutschland, Jahre), 71211-0101 (Bundesländer, Jahre) und 71211-0003 (Quartale), abgerufen am 11. Oktober 2026 (Tabellenstand 21. September 2026, Quartalstabelle 9. Oktober 2026). Die Hundesteuer ist dort ab 2013 ausgewiesen, für frühere Jahre enthält die Tabelle keine Werte. Die Länderwerte summieren sich bis auf Rundung zum Bundeswert.

Pro-Kopf-Werte teilen die Einnahmen durch die Bevölkerung am 31. Dezember des Jahres laut GENESIS 12411-0001 und 12411-0010. Ab 2022 beruhen die Bevölkerungszahlen auf dem Zensus 2022, für 2013 auf dem Zensus 2011. Die Einnahmen je Hund teilen die Einnahmen durch die Hundezahl der IVH/ZZF-Haushaltsbefragung und sind ein Schätzwert.

Ostdeutsche Flächenländer sind Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Berlin weisen wir gesondert aus.

Einschränkungen. Die Statistik zeigt Kasseneinnahmen. Nachzahlungen nach Bestandsaufnahmen oder Rückzahlungen fallen in das Jahr der Zahlung, nicht in das Jahr der Hundehaltung. Die Hundezahl beruht auf einer Branchenbefragung und nicht auf Melderegistern. Ein Teil der Hunde ist steuerbefreit oder ermäßigt, deshalb ist die Rechengröße Einnahmen je Hund keine durchschnittliche Steuer. Für Jahre vor 2013 liegen in GENESIS keine Hundesteuer-Werte vor.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt, GENESIS 71211-0001: Steuereinnahmen Deutschland nach Steuerarten, Hundesteuer, Gemeindesteuern und alle Steuern 2013 bis 2025
  2. Statistisches Bundesamt, GENESIS 71211-0101: Steuereinnahmen nach Bundesländern, Hundesteuer je Bundesland 2013 bis 2025
  3. Destatis: Einnahmen aus Hundesteuer stagnieren 2025 auf hohem Niveau (7. Oktober 2026), 429,7 Mio. € in 2025, 429,9 Mio. € in 2024, +33,4 % seit 2015
  4. Außerdem herangezogen: Statistisches Bundesamt, GENESIS 71211-0003: Steuereinnahmen nach Quartalen, Statistisches Bundesamt, GENESIS 12411-0010 und 12411-0001: Bevölkerung, Destatis: Erneut Rekordeinnahmen, 430 Millionen Euro aus Hundesteuer im Jahr 2024 (8. Oktober 2025), IVH/ZZF: Der Deutsche Heimtiermarkt 2025, Bund der Steuerzahler: Kommunaldatenbank 2024 Hundesteuer, IVH/ZZF: Der Deutsche Heimtiermarkt, Ausgaben 2017 bis 2024, https://www.zzf.de/marktdaten/heimtiere-in-deutschland, Stadt Nürnberg: Pressemitteilung Nr. 657 vom 17.6.2026, Hundesteuer steigt ab 2027 (erwartete Einnahmen 2026), https://www.nuernberg.de/presse/pdf/PM_20260617_0657_1_6a32e89b43d26.pdf, Renate Ohr, Universität Göttingen: Heimtierstudie 2019.

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429,7 Mio. € Einnahmen der Gemeinden aus der Hundesteuer im Jahr 2025 (Destatis)
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